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Buggy als Handgepäck im Flugzeug: Das müssen Eltern vor dem Flug wissen

Der erste Flug mit Baby oder Kleinkind bringt viele Fragen mit sich und eine der häufigsten lautet: Darf der Buggy als Handgepäck mit ins Flugzeug oder muss er aufgegeben werden?

5 Min. LesezeitCarina Röttgen
Buggy als Handgepäck im Flugzeug: Das müssen Eltern vor dem Flug wissen
Inhalt

Die kurze Antwort: Ja, fast alle Airlines erlauben die Mitnahme eines Buggys kostenlos. In den meisten Fällen nutzt ihr ihn bis zum Gate und gebt ihn erst kurz vor dem Einsteigen ab. Nur besonders kompakte Reisebuggys dürfen bei einigen Fluggesellschaften tatsächlich mit in die Kabine.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Regeln bei den meisten Airlines gelten, wie die Buggy-Mitnahme am Flughafen abläuft und worauf Familien vor dem Flug achten sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein faltbarer Buggy oder Kinderwagen darf bei den meisten Airlines kostenlos zusätzlich zum Freigepäck mitgenommen werden.
  • In der Regel wird der Buggy erst am Gate abgegeben und im Frachtraum transportiert.
  • Nur wenige, besonders kompakte Reisebuggys erfüllen die Handgepäckmaße einiger Airlines und dürfen mit in die Kabine.
  • Die genauen Bestimmungen unterscheiden sich je nach Fluggesellschaft. Ein kurzer Blick auf die Website der Airline vor dem Abflug lohnt sich immer.

Darf ein Buggy als Handgepäck mit ins Flugzeug?

Viele Eltern verwenden den Begriff "Handgepäck", obwohl damit eigentlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten gemeint sind.

1. Buggy als kostenloses Zusatzgepäck

Das ist der Regelfall. Fast alle Airlines erlauben pro Kind einen Buggy oder Kinderwagen kostenlos. Ihr nutzt ihn bis zum Gate oder zur Flugzeugtür und gebt ihn dort an das Bodenpersonal ab. Während des Fluges wird er im Frachtraum transportiert.

Nach der Landung erhaltet ihr ihn, je nach Flughafen und Airline, entweder direkt am Gate oder am Gepäckband zurück. Für die meisten Familien ist das die unkomplizierteste Lösung.

2. Buggy als echtes Handgepäck

Einige moderne Reisebuggys lassen sich so klein zusammenfalten, dass sie in die Handgepäckfächer über den Sitzen passen.

Ob das erlaubt ist, entscheidet jedoch ausschließlich die jeweilige Airline. Neben den maximalen Abmessungen spielt häufig auch die Auslastung des Fluges eine Rolle.

Selbst wenn der Buggy die Handgepäckmaße erfüllt, kann das Bodenpersonal verlangen, ihn kurzfristig doch im Frachtraum zu transportieren.

Unser Tipp: Verlasst euch nicht darauf, sondern plant den Flug so, dass der Buggy bei Bedarf problemlos aufgegeben werden kann.

So läuft die Buggy-Mitnahme am Flughafen ab

Der Ablauf ist bei den meisten Fluggesellschaften ähnlich.

Beim Check-in

Informiert das Personal, dass ihr mit einem Buggy reist. Oft wird dieser bereits im System vermerkt oder erhält einen Gepäckanhänger.

Bis zum Gate

Viele Airlines erlauben, den Buggy bis direkt vor das Flugzeug zu nutzen. Gerade mit kleinen Kindern ist das deutlich entspannter als längere Strecken im Terminal auf dem Arm zurückzulegen.

Gate-Check

Kurz vor dem Boarding wird der Buggy zusammengeklappt und an das Bodenpersonal übergeben.

Fragt nach einem Gate-Check-Tag. Dadurch wird der Buggy häufig direkt am Flugzeug verladen und nach der Landung schneller wieder ausgegeben.

Nach der Landung

Je nach Flughafen bekommt ihr euren Buggy:

  • direkt an der Flugzeugtür,
  • am Gate oder
  • am Sperrgepäck bzw. Gepäckband zurück.

Welche Airline erlaubt was?

Die Regelungen unterscheiden sich leicht. Diese Übersicht dient als Orientierung.

Airline  Übliche Regelung (2026)
 Lufthansa Buggy kostenlos, Nutzung bis zum Gate meist möglich
 EurowingsBuggy kostenlos, Übergabe vor dem Boarding  
 easyJet Zwei Babyartikel kostenlos (z.B. Buggy und Autositz) 
 Ryanair Ein Babyartikel kostenlos, teilweise Abgabe bereits beim Check-in 

Wichtig: Gepäckbestimmungen ändern sich regelmäßig. Prüft deshalb vor jeder Reise die aktuellen Informationen direkt auf der Website eurer Airline.

Wann darf ein Reisebuggy wirklich in die Kabine?

Nicht jeder Buggy eignet sich als Kabinengepäck.

Damit ein Modell mit ins Flugzeug darf, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • sehr kleines Faltmaß
  • Einhaltung der Handgepäckgröße der Airline
  • ausreichend Platz im Gepäckfach
  • Zustimmung des Bodenpersonals

Selbst kompakte Modelle haben deshalb keine Garantie auf eine Mitnahme in die Kabine, wie zum Beispiel der TernX.

Diese Reisebuggys eignen sich besonders für Flugreisen

Wer häufiger fliegt, profitiert von einem möglichst leichten und kompakten Modell.

Zu den beliebtesten Reisebuggys gehören:

Welcher Buggy tatsächlich als Handgepäck zugelassen wird, entscheidet jedoch immer die jeweilige Fluggesellschaft.

5 Tipps für einen entspannten Flug mit Baby und Buggy

1. Einen leicht faltbaren Buggy wählen

Am Gate bleibt oft wenig Zeit. Ein Modell, das sich mit einer Hand zusammenklappen lässt, erleichtert das Boarding erheblich.

2. Zubehör vorher entfernen

Regenschutz, Getränkehalter, Spielzeug oder Sonnensegel solltet ihr vor der Abgabe abnehmen und im Handgepäck verstauen. Lose Teile gehen beim Transport schneller verloren.

3. Den Buggy schützen

Eine Transporttasche schützt vor Schmutz und kleinen Beschädigungen. 

Die Vorteile einer Transporttasche auf einen Blick: Sie schützt den Buggy beim Verladen vor Kratzern und Stößen, hält Räder und Stoff sauber und verhindert, dass lose Gurte oder Räder an anderem Gepäck hängen bleiben. Gleichzeitig lässt sich ein zusammengeklappter Buggy mit Tragegriffen oder Schultergurt oft deutlich komfortabler durch den Flughafen transportieren. 

Tipp: Beschrifte die Tasche mit deinem Namen und deinen Kontaktdaten, so kann sie bei einer verspäteten Gepäckausgabe oder Verwechslung schneller zugeordnet werden.

4. Frühzeitig nach dem Gate-Check fragen

Nicht jede Airline weist automatisch darauf hin. Sprecht das Bodenpersonal aktiv darauf an.

5. Babytrage als Backup einpacken

Falls der Buggy nach der Landung erst am Gepäckband ausgegeben wird, seid ihr mit einer Babytrage deutlich flexibler.

Reisebuggy kaufen oder mieten?

Ein hochwertiger Reisebuggy lohnt sich besonders für Familien, die regelmäßig fliegen. Wer dagegen nur ein- oder zweimal im Jahr verreist, benötigt häufig kein zweites Modell neben dem Alltagskinderwagen.

In diesem Fall kann das Mieten eine praktische Alternative sein.

Bei StrollMe lassen sich verschiedene Reisebuggys flexibel mieten – inklusive kostenlosen Rückversand und auf Wunsch mit Diebstahl- und Schadensschutz. So nutzt ihr für eure Reise genau das passende Modell, ohne dauerhaft ein weiteres Fahrzeug zu Hause lagern zu müssen.

Passend dazu könnt ihr bei StrollMe auch weitere Reise-Essentials wie Babyschalen oder Reisebetten flexibel mieten.

Fazit

Mit einem Buggy zu fliegen ist heute unkomplizierter, als viele Eltern zunächst vermuten. Die meisten Fluggesellschaften erlauben die kostenlose Mitnahme eines Buggys oder Kinderwagens, sodass ihr euer Kind bis kurz vor dem Einsteigen bequem schieben könnt.

Wer häufiger reist, profitiert von einem kompakten Reisebuggy. Für gelegentliche Urlaubsreisen reicht es oft aus, ein passendes Modell zu mieten. So spart ihr Anschaffungskosten und seid trotzdem bestens auf den nächsten Familienurlaub vorbereitet.

Hinweis: Die Gepäckbestimmungen der Airlines können sich jederzeit ändern. Informiert euch deshalb vor jeder Reise direkt auf der Website eurer Fluggesellschaft über die aktuell gültigen Regelungen.

Buggy als Handgepäck FAQ


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